Zum Tag der deutschen Einheit

Die deutsche Krankheit

sei Bismarck:

Nur Einheit

macht stark.

Mich ängstigt

nach solchen Feiern.

Wir geiern

in falscher Richtung.

Ach, Heine,

deine Gedanken zur Nacht

bleiben

ungedacht.

2 Kommentare 3.10.08 13:26, kommentieren

Meine Zeit

Der Tag

beginnt.

Schon jetzt

rinnt

die Zeit wie Sand

durch meine Hände.

Kein Anfang

ohne Ende.

2 Kommentare 3.10.08 13:03, kommentieren

Meine Freiheit

 

Ich weiß.

dass Freiheit

nur da gedeiht,

wo Wahrheit

ihr

Flügel verleiht.

Ich weiß,

dass Liebe

nur da lebt,

wo sie

in Wahrheit

nach Freiheit

strebt.

Zu keiner Zeit

ist Sicherheit

Geleit.

Zu schnell

ist Wissen

von gestern

verschlissen.

Aber:

Zuversicht

kann lenken:

Jeden Tag

Freiheit

neu denken.

1 Kommentar 3.10.08 11:53, kommentieren

Im Garten

Am besten kann ich meditieren

im Garten, wo die Blumen blühn,

will arbeiten, will mich verlieren,

bin fast im Himmel, trotz der Müh´n.

Ich werd´ zur Rast laut reingerufen

und hör es gar nicht. Meine Welt

ist jetzt um viele, viele Stufen

weiter, wo Schöpfung ihre Feier hält.

Wie Kinder, die im Spiel versunken,

den Zug nicht hör´n, der tödlich naht,

laut pfeift und rattert, doch ganz trunken

sind sie nur Spiel nach ihrer Art.

Sehr tief in mir spür ich gewaltig

die Schöpfung, ihre Macht, ihr´n Sinn.

Es ist so friedlich. Glücklich und nachhaltig

fühl ich, dass ich Schöpfer bin

im Kleinen nur. Und freue mich,

dass warme Sonne und auch Regen

im Wechsel wirken wunderlich,

belohnen so mein fleißiges Hegen.

War da was? Hat wer gerufen?

"Mach´Pause! Kaffee steht schon bereit!"

Komm runter von den hohen Stufen

deiner schönen Seligkeit!

Schade, es ist Kaffeezeit.

2 Kommentare 12.9.08 13:06, kommentieren

Wortspiel

Es ist ein Spiel:

Ich sammle Wörter

auf Schnipsel, viel.

Aus einem Gefäß

schütte ich sie aus.

Dem Zufall gemäß

flattern sie frisch

geschrieben auf den Tisch

und beginnen eben

zu leben:

ich halte Wort,

ich führe Wort.

Klare Worte,

kurze Worte,

Kennworte,

Unworte.

Sei dein Wort,

lebe dein Wort,

Ich bin Wort,

Wort für Wort.

Höre auf das Wort,

Vertraue dem Wort,

achte das Wort,

liebe das Wort.

Ich lasse mich treiben.

Die Worte bleiben

mein eigen;

aber sie führen mich

unwiderruflich

immerfort zum Wort,

das Antwort schafft.

Des Wortes Kraft

lässt mich auch schweigen,

will mir zeigen,

dass ich

nicht fertig bin,

werde,

dort, wo das Wort

lebt.

2 Kommentare 7.9.08 23:19, kommentieren

Wortspiel

 

3 Kommentare 7.9.08 23:01, kommentieren