Wortspiel

Es ist ein Spiel:

Ich sammle Wörter

auf Schnipsel, viel.

Aus einem Gefäß

schütte ich sie aus.

Dem Zufall gemäß

flattern sie frisch

geschrieben auf den Tisch

und beginnen eben

zu leben:

ich halte Wort,

ich führe Wort.

Klare Worte,

kurze Worte,

Kennworte,

Unworte.

Sei dein Wort,

lebe dein Wort,

Ich bin Wort,

Wort für Wort.

Höre auf das Wort,

Vertraue dem Wort,

achte das Wort,

liebe das Wort.

Ich lasse mich treiben.

Die Worte bleiben

mein eigen;

aber sie führen mich

unwiderruflich

immerfort zum Wort,

das Antwort schafft.

Des Wortes Kraft

lässt mich auch schweigen,

will mir zeigen,

dass ich

nicht fertig bin,

werde,

dort, wo das Wort

lebt.

7.9.08 23:19

bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ahora / Website (8.9.08 08:39)
Zwischen
den Worten
schlummert wie Perlen
zur Kette aufgereit die
Stille

© Barbara Hauser


manacur / Website (8.9.08 08:52)
...zeigen, dass ich nicht fertig bin...

am Anfang war das Wort
verkündet seit den Zeiten
der Schöpfung Anfangsort
um sich dann auszuweiten

Stille, Ruhe des All-Einen
das zum Leben jetzt erwacht
daraus Worte sich vereinen
wie Es alles ausgedacht

fertig kann Es niemals sein
Teil des Ganzen bist auch du
nur 'Ich bin' kann Stille sein
denn nur dort findest du Ruh

© CH

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